Der Naturpark Obere Donau bietet eine vielfältige und einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Es finden sich Regionen von Steppenheide und alpiner Flora, Schluchtenvegetation und Holzwiesen.
Informieren kann man sich dazu im Haus der Natur, durch Literatur, Ausstellungen, geführte Wanderungen, Wanderritte und vieles mehr. Gut informiert und mit offenen Sinnen lässt sich da vieles entdecken an seltenen Tieren, wie z.B. Eisvogel, Wanderfalke, Uhu und Gämse, sowie an Pflanzen, die vom Aussterben bedroht sind, weil sie nur hier noch entsprechende Lebensbedingungen vorfinden.
Verbreitung: Neben Europa lebt der Wanderfalke in fast allen Teilen der Welt: Asien, Russland, Sibirien, Aleuten, Indien, Ceylon, Südchina, Japan, Afrika, Mittelmeerraum, südlich der Sahara bis Südafrika, Chile, Feuerland, Falklandinseln, Patagonien, Australien ohne den Südwesten und Tasmanien.
Habitat: Nicht besonders spezialisiert. Zwei Bedingungen müssen erfüllt sein, zum einen ein gutes Nahrungsangebot und zum anderen ein sicherer Brutplatz (vor allem in Felsen). Der Wanderfalke braucht freies Land für seine Jagd. Er meidet große, geschlossene Waldgebiete.
Lebensweise: Fängt fast ausschließlich fliegende Vögel. Dabei kann er Geschwindigkeiten von bis zu 380 Stundenkilometern erreichen. Mit Vorliebe jagen die Wanderfalken morgens oder am Abend.
Nahrung: Fast ausschließlich Vögel. Vom Goldhähnchen bis zum Graureiher.
Fortpflanzung: Monogame Dauerehe; in Mitteleuropa erfolgt die Eiablage im März bis April. Die 3 bis 4 Eier werden 29 bis 32 Tage bebrütet. Die Nestlingszeit beträgt 35 bis 42 Tage.
Bestandsentwicklung: Seit Jahrhunderten wurde der Wanderfalke intensiv gejagt, so dass es schließlich in Mitteleuropa nur noch 10% der ursprünglichen Population gab. Aufgrund großflächiger Wiederansiedelung gibt es heute in Deutschland ca. 175 Paare.
Quelle: Adlerwarte Berlebeck